Hinweis zur Abgabepflicht von Auftraggebern an die Künstlersozialkasse (KSK)

Wir sind nicht dazu verpflichtet, unsere Kunden über dieses Gesetz zu informieren.

Die Künstlersozialversicherung ist eine weltweit einmalige Pflichtversicherung für freischaffende Künstler, Designer und Publizisten. Seit 1983 erhalten selbständige Künstler in Deutschland durch die Abgabe der Verwerter (Auftraggeber), durch einen Bundeszuschuss und durch eigene Beiträge einen Zugang zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung.

Für alle gestalterischen Arbeiten wie z. B. Grafik- und Web-Design, Fotografie und Text ist der Auftraggeber gesetzlich dazu verpflichtet, einen Beitrag in Höhe von aktuell 4,1% des Auftrags-Wertes (netto) an die Künstlersozialkasse abzuführen – unabhängig davon, ob der beauftragte Künstler dort auch versichert ist.

Die Künstlersozialabgabe ist nicht nur von Verlagen, Werbeagenturen etc. zu zahlen, sondern auch von allen anderen Unternehmen, die eigene Werbemaßnahmen durchführen und zu diesem Zweck „nicht nur gelegentlich" gestalterische Aufträge vergeben. Das gilt selbst dann, wenn z. B. Werbemaßnahmen lediglich in größeren zeitlichen Intervallen (regelmäßig alle drei bis fünf Jahre) stattfinden.

Nicht betroffen sind private Auftraggeber.

Die Künstlersozialabgabe ist auf alle Entgelte, Gagen, Honorare oder Rechnungsbeträge (ohne Umsatzsteuer) einschließlich Material-, Nebenkosten und Auslagen (nicht jedoch Reisekostenerstattungen) zu zahlen. Nichtkünstlerische Leistungen, wie z. B. Druckkosten, sind nicht abgabepflichtig.

Informationen zu dieser Abgabe-Pflicht erhalten Sie unter www.kuenstlersozialkasse.de

Stand: April 2013